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RFL Aga 2017

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 3. Rollerfeldlager Aga, vom 25.-28.05.2017


Das 3. Rollerfeldlager fand in der letzten Mai-Woche auf dem Campingplatz statt. Die ersten Rollerfreunde reisten bereits am Sonntag den 21.Mai an und das Lager füllte sich dann so nach und nach. Am Mittwochabend war die Mannschaft mit über 60 Anwesenden fast komplett und nach einem schönen interessanten Feldlagerabend und einem ordentlichen Frühstück ging es Donnerstagvormittag auf zum ersten kleinen Feldzug. Es ging über die Orte Rusitz, Ruben und Bad-Köstritz zum Schloss Osterstein. Hier an der Schlossruine hielten wir und eine Stunde auf und konnten den Blick ins Tal der Weißen Elster genießen. Es wurde natürlich alles in Form von Fotos festgehalten. Es war ja schließlich der Himmelfahrtstag und gegen Mittag begab sich die Truppe wieder ins Lager. Am Nachmittag fand dann ein ordentlicher Fahnenapell statt womit das Rollerfeldlager 2017 offiziell eröffnet wurde. Bis spät in die Nacht wurde am Lagerfeuer geplaudert.

Am Freitag schloss sich dem Fahnenapell die Fahrerbesprechung an und pünktlich halb zehn machte sich die Truppe in 2 Gruppen auf zur Osterburg nach Weida. Die Hinfahrt über Brahmenau, Ronneburg, Rückersdorf und Wünschendorf wurden wir direkt vom Fachpersonal der Burg auf dem Burghof empfangen. Die Geschichte der Burg wurde uns weitestgehend erläutert und es bestand die Möglichkeit dem Burgturm zur Aussicht zu besteigen. Es ist schon ein herrlicher Ausblick von da oben übers Vogtland. Nach dem Besuch der Burg begab sich die Truppe geschlossen zum Mittagstisch. In der Gaststätte „Zum Aumatal“ zu Weida ist man es gewohnt, mit solch einer Truppenstärke umzugehen, alles verlief reibungslos und der Rückmarsch konnte angetreten werden. Über Frießnitz, Gera, Bad Köstritz und Langenberg ging es als geschlossene Einheit ins Lager zurück. Zum anschließenden Abendprogramm gehörte neben dem Abendessen auch eine interessante Auktion. Es wurde alles versteigert, was die Teilnehmer so mitgebracht hatten und nach etwa 2 Stunden war alles unterm Hammer und unsere Feldlagerkasse hatte sich ordentlich gefüllt. Die Feldlagergespräche gingen dann wieder bis spät in die Nacht.

Der Samstag begann wie die anderen Tage mit Frühstück, Fahnenapell und Fahrerbesprechung. Danach fuhr die Truppe Richtung Zeitz, Großenpörten und zu einem Abstecher nach Bockwitz zur Bockwindmühle. Ein wunderschönes Bauwerk, welches auch für uns kurz in Betrieb genommen wurde. Die Windmühle ist natürlich auch eine schöne Fotokulisse und unsere Mädels und Rollers wurde schick in Pose gebracht und fotografiert. Es entstanden an dem Ort bestimmt 1000 Fotos. Nach dem Treiben ging es in geschlossener Formation über Meuselwitz und Wintersdorf un den Altenburger Stadtteil Knau. Hier in der Gaststätte „Zur Leimrute“ hatten wir Plätze reserviert und die Versorgung mit Speisen und Getränken klappte reibungslos. Nach dem Essen setzte sich die Truppe über Dolsenhain und Altmörbitz in Richtung Nobitz in Bewegung. Hier am Luftfahrtmuseum „Flugwelt“ gesellten sich unsere Gefährte zu der historischen Lufttechnik. Ein Museum mit einer gewissen Größe und sehr interessanten Ausstellungsstücken an Flugtechnik. Der größte Vogel auf dem Platz ist die Transall. Der Vogel stammt aus den 60gern und unter den Flügeln hatten all unsere Fahrzeuge Platz. Sehr interessant, sehr schön dieser Besuch. Zur Überraschung, und die nicht nur für uns, besuchten wir kurz auf dem Flugplatz Altenburg-Nobitz ein Truck-Treffen. Viele große LKW waren hier versammelt und es gab ein herrliches Hupkonzert. Bei diesem hatten wir mit unseren kleinen Hupen an den Rollern natürlich das Nachsehen. Der Rückmarsch erfolgte über Altenburg, Dobitschen und Lumpzig zurück ins Lager. Am Abend sollte es dann noch eine Überraschung geben. Diese funktionierte aber erst zum Einbruch der Dunkelheit und alle Teilnehmer warteten gespannt und beschäftigten sich einige Stunden mit kochen, backen, braten, grillen, essen und trinken. Gegen 22 Uhr war es dann endlich soweit und die Lasershow begann. Die meisten hatten so etwas zum ersten Mal gesehen und waren absolut begeistert. Es gab auch viele Zuschauer welche nicht dem Feldlager angehörten und in dieser Show, welche uns Jens Krebeck aus Glauchau präsentierte war ein wunderschönes Abendprogramm. In der Show waren viele Rollertypische Elemente eingebaut und es war eindeutig zu erkennen, dass die Show den …Roller übers Land … gewidmet war. Es ist schon erstaunlich, was mit Licht so alles gestaltet werden kann. Für die Finanzierung der Show kam der Erlös des Freitag-Abendprogrammes zum Einsatz. Der Samstagabend hatte dieselben Eigenschaften wie die Vorabende, er wollte einfach nicht zu Ende gehen.

Sonntagmorgen begann nach dem Frühstück langsam die Aufbruchsstimmung. Mit einem Abschlussapell und ein versprochenes Wiedersehen aller Teilnehmer ging das 3. Feldlager nun dem Ende zu.
Hinter der Organisation, Planung und Durchführung des Rollerfeldlagers steht eine ganze Mannschaft. Es ist ein Projekt, wo viele fleißige Hände erforderlich sind. Diese vielen Hände in Gemeinschaft machten auch dieses Feldlager zu einem schönen Zusammentreffen. Geprägt von Fleiß, Spaß, Abenteuer und Gemeinschaftssinn war die Idee des Rollerfeldlagers entstanden und auch das 3. Feldlager war so geprägt. Alle Teilnehmer waren voll bei der Sache und machten mit. Alle hatten Spaß und Abenteuer und das in einer super Gemeinschaft bei wirklich schönem Feldlagerwetter.
Ein starkes (Trabant) Team mit vielen Gehilfen und einem KvD hatte den Hauptanteil der Speisenzubereitung übernommen. Aber auch einige Rollerfreunde ließen es sich nicht nehmen aktiv an der Kulinarischen Gestaltung des Feldlagers teilzunehmen. Von der Teilnehmerzahl um die 70 waren wir zunächst überrascht, wir sahen es als eine Herausforderung an.
Der Campingplatz am „Strandbad Aga“ Platz eignet sich hervorragend für das Rollerfeldlager. Hier war es möglich, auf einer passenden Fläche das Lager zu planen und mit allem was man dazu braucht zu errichten. Auch von den Dauercampern wurden wir nicht als Eindringlinge angesehen, was auf Campingplätzen oft anders ist.
Das 3. Rollerfeldlager wurde von vielen Teilnehmern besucht, welche sich vorher überhaupt nicht kannten. Das änderte sich jedoch in sehr kurzer Zeit. Die Beteiligten kamen aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westphalen, Hessen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Alle sorgten zusammen für beste Stimmung und für eine perfekte Feldlageratmosphäre und auch die Disziplin bei den Feldzügen und im Lager war beispielhaft.
Hier stellt sich nun die Frage, wie es weiter gehen soll. Das 3. Feldlager zu übertreffen wird schwer, muss es aber auch nicht.
Die Weichen für ein 4. Rollerfeldlager 2018 sind gestellt …

Das Feldlager zählte 67 Teilnehmer und an Fahrzeugen waren 2 Pitty, ein Wiesel, 17 Berliner Roller, 5 Trolle, eine Jawa, 6 Motorräder MZ,
 2 Simson-Roller, 4 PKW Trabant und ein Wartburg am Start

Wieselchen brachte es auf insgesamt 370 km mit An-und Abreise
 

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