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Wiesel

... Motorroller aus der DDR ...

letzte Änderung 05.09.2018

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Roller übers Land

 

Ausfahrten, Treffen

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Zeittafel der Rollerproduktion

Eiskarte

Baustelleninfos
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Thüringen

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Der SR 56

WieselSchrift

kam 1956 daher. Er war moderner, leichter, schneller und die Reichweite stieg erheblich durch einen größeren Tank und den etwas geringeren Verbrauch. Unterm Blech wurde vieles vom Pitty übernommen.

In freier Wildbahn ist der Wiesel heute eher selten anzutreffen.
Man muss schon gezielt auf Oldimer- oder Rollertreffen nach ihm suchen. 
 

Produktionszeit 1956 – 59

Stückzahl 57 400

Höchstgeschwindigkeit 70 km/h

Motor Typ RM 125-2

Hubraum 123 cm³

Leistung 5,5 PS

Arbeitsweise Zweitakt-Umkehrspülung

Verbrauch ca. 3,2 l /100 km

Zylinderzahl 1

Zahl der Gänge 3

Leergewicht 125 kg

Zul. Ges.-Gew. 300 kg

Dieser schöne Roller wurde 1958 vom damals 25-jährigen Hans-Werner M. als Neufahrzeug erworben. Ein Freund von ihm kam aus dem Osten und hatte auch so einen Roller und so hatte er Gefallen an den IWL Roller gefunden. Dieses geschah wohl gemerkt in der damaligen Bundesrepublik Deutschland im Bundesland Hessen. Die Schlussfolgerung daraus, er war nie in der DDR angemeldet.
Treue Dienste leistete er ihn über viele viele Jahre. Er brachte ihn fast täglich zur Arbeit in einer Spedition und der Roller ließ ihm nie im Stich. Hans Werner war leidenschaftlicher Rollerfahrer, außer im Winter, da wurde notgedrungen mit dem Auto gefahren, sonst immer Roller. Die Leidenschaft des Rollerfahrens dauerte bis etwa zum Jahr 2000. Der Roller wurde danach er in einer gut belüfteten trockenen Garage abgestellt, andere Gegenstände füllten nach und nach ebenfalls die Garage und der Roller geriet in der hintersten Ecke in Vergessenheit. Unser lieber Opa war dann im hohen Alter auch mittlerweile verstorben und seine Gattin holte ihn irgendwann auch ein. Für die Nachkommen war es dann irgendwann an der Zeit, die Garage von ihren Inhalt zu befreien und hier tauchte  dann im Jahr 2015 in der hintersten Ecke der vergessene krapprote Wiesel nun wieder auf.  Er war über die Jahre eingestaubt aber unterm Staub war die Substanz doch recht gut. Die zwischenzeitlich erwachsenen Enkel fragten sich nun, was machen wir mit dem Roller, was fängt man damit an? Die Ideen dazu, von einem Kumpel zum Beispiel, den Roller im Rat-Look erscheinen zu lassen wurden verworfen. Viele Teile der Blechverkleidung bestehen ja aus Aluminium und da macht es nicht viel Sinn, ihn künstlich rosten zu lassen. Ein weiterer Gedanke, den Roller erst einmal zum Laufen zu bringen und ihn dann nachträglich neu zu lackieren scheiterte ebenfalls. Es fehlte einfach die nötige Zeit sich intensiv damit zu beschäftigen. Und so entschloss sich, ihn zu verkaufen.
Als Käufer kann ich jetzt wirklich von Glück reden, dass die vorgenannten Ideen nicht umgesetzt wurden. Der Roller hat 98.753 km auf der Uhr stehen, was bei der langen Nutzung von 1958 bis zur Jahrtausendwende absolut glaubhaft ist. Er befindet sich im absoluten Originalzustand. Es gibt keine Umbauten mit Teilen des Berliner Rollers, was sonst vielen Wiesel-Rollern geschah. Und es wurden auch keine Blinkleuchten nachgerüstet, wie bei vielen Roller Anfang der 60er so üblich.
Sehr glücklich bin ich darüber, dass ich der erste war, welcher beim Verkäufer Interesse für den Roller anmeldete und dass er trotz besserer Preisangebote fair und standhaft blieb und mir den Roller dann wie angesprochen verkaufte.
Im Gegenzug dafür habe ich ihm versprochen den Roller wieder fahrbereit zu machen und ihm über das weitere Rollerdasein auf dem Laufen zu halten. Weiter habe ich ihm zugesagt, dass der Wiesel im Erscheinungsbild nicht verändert wird und dass er nicht weiter verkauft wird.
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Hier entsteht ein Wiesel, aus dem Jahr 1956, also einer aus dem ersten Produktionsjahr.
Er hat einige Eigenheiten gegenüber den späteren Modellen aufzuweisen
 


Wiesel SR 56 Modellpflege
Hinterhaube, Wegfall der Luftaustritte hinten unter der Sitzbank
Der Reserverad-Dom wird höher
Trittbrett geändert, erst Längsstreifen ,  dann Waffelmuster
Stahlfelgen werden durch genietete Alufelgen ersetzt
Änderungen am Kettenkasten
IWL-Zeichen, erst am vorderen Kotflügel, dann an der Lampenmaske
Änderung des vorderen Kotflügels
Ferntupfer statt Tupfer direkt am Vergaser
Rücklicht erhält ein Stopplicht
Neuer Motor, (Basis RT 125/2)
Rückspiegel wird serienmäßig
Zierleisten eckig werden produziert